Timeshift ruckelt immer wieder

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    • Timeshift ruckelt immer wieder

      Hallo zusammen,
      ich habe an meiner Duo4k (VTI 14.0.1) zusätzlich einen 64er USB 3.0 Stick, der ~55MByte/s (~440MBit/s) schreibt und deutlich über 100MByte/s (800MBit/s) liest. Da liegen u.A. die picons drauf. Außerdem habe ich das Speicherverzeichnis für Timeshift auf den Stick gelegt.
      Angesichts der Tatsache, daß für HD etwa 6MBit/s veranschlagt werden, wundert mich sehr, daß die Duo4k beim Timeshift ruckelt. Ich habe gestern mal die Zeitabstände der Ruckler - mal mehr, mal weniger heftig - gemessen:
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      Ein Zeitmuster kann ich leider nicht erkennen. Das Einzige, was mir dazu einfällt: Kann der verbaute USB-Controller möglicherweise nicht schnell genug gleichzeitige Schreib- und Lesevorgänge handeln?
      Bei der Solo2 habe ich auf die Festplatte "getimeshiftet", da habe ich die Ruckler hingenommen. Ich habe aber nicht damit gerechnet, daß die hardwaremäßig deutlich potentere Duo4k in Verbindung mit einem schnellen USB Stick auch ruckelt.
      Hat jemand eine Idee, wie man die Ruckler abstellen kann?

      Gruß Roland
    • Hast du auch eine HDD in der Duo4k? Dann würde ich die zum Timeshift mal probieren.

      Sticks mögen zwar generell irgendwie schnell sein, aber es gibt immer wieder mal Situationen, wo auch mal der Inhalt gelöscht werden muss, um diesen dann wieder neu schreiben zu können. Das macht der Stick ja selber intern, Das äußert sich dann aber mit teilweise Wartezeiten beim Schreiben und wenn dann gleichzeitig auch noch gelesen werden muss, ist das sicherlich alles nicht wirklich vorhersehbar, was da passiert.
      Das kann eine HDD (Aufzeichnung nach CMR nicht SMR) oder eine SSD deutlich besser.

      The post was edited 1 time, last by anudanan ().

    • Ja, ich habe eine Seagate ST2000LX001 FireCuda 2 TB interne Hybrid Festplatte mit SSD Cache drin. Ich werde mal das Timeshift Verzeichnis auf die Platte biegen, das wäre ohnehin mein nächster Test gewesen. Ich hatte mir von dem Stick mehr versprochen, für die paar picons hätte es dann auch ein kleinerer getan.

      Gruß Roland
    • Mit dieser Seagate ST2000LX001 könntest du nach einiger Zeit der Benutzung dann allerdings die Nachteile einer HDD mit SMR Aufzeichnung erleben. Je nach dem, wie die Verteilung der Cluster auf der HDD nach einiger Zeit ist, gibt es auch hier Wartezeiten beim Schreiben.

      Muss nicht direkt passieren, kann aber nach einiger Zeit so sein. Wenn du also später mal nach Gründen für Aussetzer in Aufnahmen suchst, die beim Aufnehmen passiert sind (die Aussetzer sind dann in einem Film immer an der selben Stelle), dann kann das an so eine HDD liegen

      The post was edited 1 time, last by anudanan ().

    • -> Stick: Bei mir hat sich eingebrannt, daß Flashspeicher irgendwann IMMER zu knapp ist ^^
      -> Platte: Ich hatte mir die SMR/PMR Geschichte vorher durchgelesen. Bei der Hybrid Platte habe ich die Hoffnung, daß der SSD Cache die Nachteile wegbügelt.

      Gruß Roland
    • Die Hoffnung hatte ich auch mal, hatte mir nach der St2000LM015 auch mal die ST2000lx001 besorgt und diese dann aber nach einiger Zeit umgetauscht in eine echte CMR HDD. Leider bügelt der SSD Speicher das nicht aus. Die war auch nicht besser als die ST2000LM015. Die war sogar immer wieder mal mit sich selbst beschäftigt, um die vermeindlich oft gebrauchten Daten in den SSD Speicher zu schreiben. Ich hatte die Hoffnung, das Teile der Verzeichnisse usw dort liegen, aber hat alles nicht geholfen.
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      Hallo zusammen,
      nach 3 Monaten habe ich nun folgende Erkenntnisse gesammelt:
      Die Seagate ST2000LX001 FireCuda 2 TB hat bei zwei parallelen Aufnahmen (1 UHD + 1 HD Aufnahme) in Abständen von 20 Sekunden bis einigen Minuten mehr oder weniger heftige Aussetzer mit Klötzchen und Tonausfall produziert.
      Meine Nutzungscharakteristik: Viele Autotimer die täglich bis monatlich laufen und damit einhergehend relativ häufiges Schreiben und Löschen der Aufzeichnungen. Die Platte ist etwa zu 40% gefüllt.
      Obwohl das ext4 file system wenig anfällig für Fragmentierung ist/sein soll hat sich die Plattenperformance innerhalb von 3 Monaten verschlechtert, wobei anfangs keine Probleme auftraten und die Verschlechterung zunehmend spürbar/sichtbar war. Die Verschlechterung hat sich auch dadurch angedeutet, daß beim Blättern durch die Aufnahmeliste oder beim Löschen von Aufnahmen (also bei Plattenzugriffen) im zeitlichen Verlauf über die drei Monate zunehmend der Ladebalken links oben angezeigt wurde.
      Jetzt habe ich eine Seagate ST2000LM003 HN-M201RAD eingebaut. Die soll laut heise.de und anderen User-Berichten mit CMR (=PMR) aufzeichnen. Die Bauhöhe von 9,5mm deutet auch auf eine Scheibe mehr als die Firecuda bei gleicher Kapazität, was die Angabe des PMR-Aufzeichnungsverfahrens untermauert.


      Zusammenfassend kann ich also die Erfahrungen von anudanan bestätigen und von der Seagate Firecuda mit SSD Cache abraten. Inwieweit sich das Verhalten mit der ST2000LM003 verbessert, werden die nächsten drei Monate zeigen.

      Gruß Roland
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      Aus meiner Erfahrung sollte die ST2000LM003 das locker hinbekommen. Falls du dennoch Probleme haben solltest, weil du z.b. neben den Aufnahmen noch scheidest oder Filme verschiebst und dadurch ggfs die schreibenden Aufnahmen störst, gibt es noch die Stellschraube HDD Scheduler. Vom normale cfq Scheduler können langsam schreibende Prozesse benachteiligt werden vor schneller lesenden Prozessen, weil der das Ziel hat, den Datendurch zu maximieren. Dann kannst du den HDD Scheduler noch auf deadline umstellen, der auf jeden Fall auch die langsam schreibenden nach einer gewissen Zeit (deadline) auf jeden Fall bedient. Hat bei mir noch eine deutlich Verbesserung bei der Box gebracht, gerade wenn parallel geschnitten und verschoben wird. Die Bedienung ist dadurch insbesondere flüssiger geworden bei vielen parallen Dingen,

      Das geht im Betrieb auf der Linux Shell mit

      echo deadline > /sys/block/sda/queue/scheduler
      Oder ggfs auch für andere HDDs durch sdb, sdc usw.

      Was vorher eingestellt ist sieht du mit

      cat /sys/block/sd*/queue/scheduler
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      Interessant... bei mir steht derzeit bei beiden devices (HDD und Stick) "noop deadline [cfg]" drin, den Eintrag also durch "deadline" ersetzen.
      Ich lasse das erstmal auf default, behalte die Option aber im Hinterkopf, danke.
      Ich schneide nix auf der Box und Filme aufs NAS verschieben kommt dank Netflix auch recht selten vor.
      Alternativ habe ich schon testweise über NFS direkt aufs NAS aufgenommen, das geht auch ohne Probleme - auch abspielen und vor- und zurückspulen. Ich habe überall CAT7 liegen mit 1GB Connections und die Syno DS918+ mit RAID5 Volume ist schnell genug. Theoretisch bräuchte ich gar keine lokale Platte - aber falls das Netz doch mal hustet und eine wichtige Aufnahme für die bessere Hälfte ist hin.... lieber nicht :)

      Gruß Roland
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      Wenn du nichts schneidest oder nichts verschiebst, sollte es auch mit cfq problemlos funktionieren